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Ratgeber

Einstieg in Wind und Solar: Ausbildung, Umstieg, Sicherheitstrainings

Welche Qualifikationen gefragt sind und wie du aus verwandten Berufen umsteigst.

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Mit Ausbildung starten

Viele Fachkräfte in den Erneuerbaren haben einen elektrotechnischen oder mechatronischen Beruf gelernt. Infrage kommen Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik im Handwerk, Elektroniker für Betriebstechnik in der Industrie und Mechatroniker, jeweils mit dreieinhalb Jahren Ausbildungsdauer. Einige Hersteller und Betreiber bilden selbst aus und setzen Auszubildende schon früh in Wind- oder Solarprojekten ein. Auf dieser Seite findest du solche Ausbildungsplätze ebenfalls.

Umstieg aus verwandten Berufen

Wer schon als Elektriker, Industriemechaniker oder Anlagenmechaniker gearbeitet hat, kann oft direkt in Montage oder Service wechseln. Arbeitgeber schulen neue Mitarbeiter auf ihre Anlagen und Sicherheitsregeln. Für die Photovoltaik-Montage steigen auch Dachdecker und Zimmerer um, weil sie Erfahrung mit Arbeiten auf dem Dach mitbringen. Elektrische Anschlüsse bleiben dabei Aufgabe der Elektrofachkräfte. Für Helferstellen in der PV-Montage brauchst du vor allem Trittsicherheit, handwerkliches Geschick und die Bereitschaft, bei jedem Wetter draußen zu arbeiten. Viele Betriebe bilden ihre Montageteams selbst weiter, etwa zu Absturzsicherung, Modulmontage oder Unterkonstruktionen. Nach einigen Jahren können erfahrene Monteure als Vorarbeiter ein Team auf der Baustelle leiten.

Sicherheitstrainings für die Windenergie

Bevor du in eine Windenergieanlage steigst, verlangen die meisten Arbeitgeber das Basic Safety Training der Global Wind Organisation. Es umfasst Erste Hilfe, Manuelle Handhabung, Brandschutz und Arbeiten in der Höhe, für Offshore zusätzlich Sea Survival. Häufig organisiert der Arbeitgeber diese Trainings für neue Mitarbeiter. Frag im Gespräch nach, ob das bei deiner Stelle so ist und wer die regelmäßigen Auffrischungen übernimmt.

Studium und Weiterbildung

Für Planung, Projektentwicklung und Betriebsführung suchen Unternehmen Absolventen aus Elektrotechnik, Energietechnik, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen. Einige Hochschulen bieten eigene Studiengänge zu erneuerbaren Energien an. Wer bereits eine Ausbildung hat, kann sich über die Fachschule zum Techniker oder über die Meisterprüfung im Elektrohandwerk weiterqualifizieren. Beide Abschlüsse öffnen Aufgaben in Bauleitung, Inbetriebnahme und Teamführung, ohne dass du ein Studium brauchst.

Tipps für deine Bewerbung

  • Nenne elektrische und mechanische Qualifikationen konkret, etwa Prüfungen, Schaltberechtigungen oder Anlagentypen.
  • Führe vorhandene Sicherheitstrainings mit Datum auf.
  • Beschreibe, wie viel du reisen kannst und ob Offshore-Einsätze für dich in Frage kommen.
  • Gib deinen Führerschein an, denn Anlagen liegen oft abseits von Bus und Bahn.
  • Erwähne Erfahrungen mit Arbeiten auf Gerüsten, Hubarbeitsbühnen oder mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz.

Sag im Gespräch offen, wie du mit Höhe umgehst. Arbeitgeber schätzen eine ehrliche Einschätzung mehr als eine vorschnelle Zusage, denn die Arbeit im Turm verlangt Sicherheit und Ruhe.

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